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Zahlt die Zahnzusatzversicherung die Zahnreinigung?

Kosten kennen, Eigenanteil senken

Zahnzusatzversicherung Zahnreinigung: Bei 80 bis 150 Euro pro Sitzung bleibt ohne Versicherung ein Eigenanteil von bis zu 300 Euro im Jahr.

Das Wichtigste in Kürze

  • check Eine professionelle Zahnreinigung (PZR) kostet 80 bis 150 Euro pro Sitzung, bei zwei Terminen im Jahr bis zu 300 Euro.
  • check Die Krankenkasse bezuschusst die Prophylaxe freiwillig mit 20 bis 100 Euro, meist nur einmal pro Jahr.
  • check Tarife erstatten nach drei Modellen: festes Jahresbudget, Flatrate ohne Limit oder über die Zahnstaffel.
  • check Allein für die Zahnreinigung rechnet sich der Beitrag selten. Im Gesamtpaket mit Zahnersatz lohnt sich die Versicherung.
  • check Beim Tarifvergleich zählen PZR-Budget, Erstattungsprozent und Zahnstaffel mehr als die reine Prophylaxe-Leistung.
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Inhaltsverzeichnis

1. Was kostet eine professionelle Zahnreinigung?

Wer eine Zahnzusatzversicherung mit Zahnreinigung sucht, will zuerst wissen, was die Behandlung kostet. Eine professionelle Zahnreinigung (PZR) liegt in der Regel zwischen 80 und 120 Euro pro Sitzung. In Großstadtpraxen oder bei starkem Belag kann der Preis auf 150 Euro und mehr steigen.

Wie setzt sich der Preis zusammen?

Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ), Position 1040. Beim Regelsatz (2,3-facher Steigerungsfaktor) beträgt das zahnärztliche Honorar 3,62 Euro pro Zahn. Beim Höchstsatz (3,5-fach) sind es 5,51 Euro pro Zahn. Bei einem vollständigen Gebiss mit 28 Zähnen ergibt das allein für das Honorar rund 101 Euro im Regelsatz. Hinzu kommen Materialkosten für Polierpaste und Fluoridlack.

Zahnärzte dürfen den Steigerungsfaktor je nach Zeitaufwand und Schwierigkeitsgrad anpassen. Deshalb schwanken die Preise von Praxis zu Praxis. Ein Kostenvoranschlag vor der Behandlung hilft, Überraschungen zu vermeiden.

Jahreskosten bei regelmäßiger PZR

Zahnärzte empfehlen die professionelle Zahnreinigung ein- bis zweimal pro Jahr. Bei Risikopatienten, etwa mit Parodontitis, Implantaten oder Diabetes, kann eine PZR alle drei bis vier Monate sinnvoll sein. Wer zweimal jährlich zur PZR geht, zahlt zwischen 120 und 300 Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt nur einmal jährlich eine einfache Zahnsteinentfernung, die deutlich weniger umfasst als eine PZR. Die professionelle Zahnreinigung beinhaltet zusätzlich das Anfärben der Beläge, die Politur und eine Fluoridierung.

Zur wissenschaftlichen Einordnung: Das IQWiG sieht die Evidenz bei gesunden Erwachsenen als unklar an. Die Bundeszahnärztekammer verweist dagegen auf die Fünfte Deutsche Mundgesundheitsstudie, wonach regelmäßige PZR-Nutzer seltener von Parodontitis betroffen sind. Für Risikopatienten gilt die PZR als besonders hilfreich.

Quellen: Verbraucherzentrale | KZBV | GOZ 2012 | IQWiG | BZÄK

2. Zahlt die Krankenkasse die Zahnreinigung?

Die professionelle Zahnreinigung ist keine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie zählt zu den individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), für die Versicherte selbst aufkommen müssen. Trotzdem beteiligen sich viele Kassen freiwillig an den Kosten.

Freiwillige Zuschüsse der Krankenkassen

Rund 90 Prozent der gesetzlichen Krankenkassen bezuschussen die PZR freiwillig. Die Zuschusshöhe liegt je nach Kasse zwischen 20 und 100 Euro pro Zahnreinigung. Die meisten Kassen begrenzen den Zuschuss auf eine PZR pro Jahr. Einige zahlen nur, wenn die Behandlung bei einem Vertragszahnarzt stattfindet.

Für Versicherte bedeutet das: Bei einer PZR für 100 Euro und einem Kassenzuschuss von 50 Euro bleiben 50 Euro Eigenanteil. Wer zweimal pro Jahr zur PZR geht, trägt die Kosten für die zweite Sitzung in der Regel vollständig selbst. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, wie hoch der Zuschuss ausfällt und welche Bedingungen gelten.

Zahnsteinentfernung als Kassenleistung

Die GKV übernimmt einmal jährlich eine einfache Zahnsteinentfernung. Diese Leistung ist allerdings deutlich weniger umfangreich als eine PZR. Sie umfasst weder das Anfärben der Beläge noch die Politur oder die Fluoridierung. Wer über die Grundreinigung hinaus eine PZR möchte, muss die Differenz selbst tragen oder über eine Zahnzusatzversicherung abdecken.

Quellen: Verbraucherzentrale | KZBV

3. Wie erstattet die Zahnzusatzversicherung die PZR?

Zahnzusatzversicherungen erstatten die professionelle Zahnreinigung nach unterschiedlichen Modellen. Drei Varianten haben sich am Markt etabliert: festes Jahresbudget, PZR-Flatrate und Zahnstaffel-Modell. Das gewählte Modell bestimmt, wie viel die Versicherung tatsächlich übernimmt.

Modell 1: Festes Jahresbudget

Die meisten Tarife arbeiten mit einem festen PZR-Budget pro Jahr. Typische Budgets liegen zwischen 120 und 275 Euro. Die Concordia ZAHN SORGLOS 100 bietet beispielsweise 275 Euro Prophylaxe-Budget pro Jahr bei 100 Prozent Erstattung. Das deckt problemlos zwei PZR-Sitzungen, selbst in einer Großstadtpraxis. Die SDK ZAHN 100 erstattet bis zu 200 Euro pro Jahr, die janitos JA dental 90plus bis zu 180 Euro.

Modell 2: PZR-Flatrate ohne Limit

Einige wenige Tarife verzichten auf ein Jahresbudget und erstatten die PZR ohne Obergrenze. Die UKV ZahnPRIVAT 100 übernimmt 100 Prozent der PZR-Kosten ohne Jahreslimit. Die janitos JA dental 100plus bietet dieselbe Leistung für einen günstigeren Monatsbeitrag von 27,52 Euro. Flatrate-Tarife sind besonders für Versicherte interessant, die häufiger als zweimal pro Jahr zur PZR gehen, etwa bei Parodontitis oder Implantaten.

Modell 3: Zahnstaffel-Modell

Bei manchen Tarifen zählt die PZR-Erstattung zum Gesamtlimit der Zahnstaffel. Die Zahnstaffel begrenzt die Erstattung in den ersten Versicherungsjahren, zum Beispiel auf 1.000 Euro im ersten Jahr bei der UKV ZahnPRIVAT 100. Wenn im selben Jahr auch Zahnersatz anfällt, konkurriert die PZR-Erstattung mit anderen Leistungen um das verfügbare Budget. Ab dem vierten oder fünften Jahr entfällt die Begrenzung bei den meisten Tarifen.

So reichen Sie die Rechnung ein

Der Abrechnungsweg ist bei allen Modellen gleich: Sie bezahlen die PZR-Rechnung zunächst selbst. Anschließend reichen Sie die GOZ-Rechnung bei Ihrer Zahnzusatzversicherung ein, je nach Anbieter per App, Post oder Online-Portal. Die Erstattung erfolgt in der Regel innerhalb weniger Wochen auf Ihr Konto.

Quellen: Verbraucherzentrale

4. Gibt es Tarife mit unbegrenzter Zahnreinigung?

Ja, es gibt Zahnzusatzversicherungen mit unbegrenzter Zahnreinigung. Allerdings bieten nur wenige Tarife am Markt eine echte PZR-Flatrate ohne Jahreslimit. Unbegrenzt bedeutet dabei: Die Versicherung erstattet jede PZR-Rechnung ohne eine jährliche Obergrenze.

Welche Tarife bieten eine PZR-Flatrate?

Zwei Tarife stechen bei der unbegrenzten PZR-Erstattung hervor. Die UKV ZahnPRIVAT 100 erstattet 100 Prozent der PZR-Kosten ohne Jahreslimit. Dazu kommt ein starkes Gesamtpaket mit 100 Prozent Zahnersatz und einer Zahnstaffel, die ab dem vierten Jahr entfällt. Der Monatsbeitrag liegt bei 30,05 Euro (Alter 35). Die janitos JA dental 100plus bietet dieselbe PZR-Flatrate für 27,52 Euro im Monat. Auch hier gilt: 100 Prozent Erstattung für Zahnersatz. Die Zahnstaffel hebt sich ab dem fünften Jahr auf.

Der Preisunterschied zwischen den beiden Flatrate-Tarifen beträgt 2,53 Euro pro Monat. Die janitos JA dental 100plus ist damit die günstigere Option. Allerdings bietet die UKV eine schnellere Staffelaufhebung und Kieferorthopädie für Kinder.

Flatrate oder Budget: Was passt besser?

Eine PZR-Flatrate lohnt sich vor allem, wenn Sie drei oder mehr Sitzungen pro Jahr benötigen. Bei zwei Sitzungen a 100 Euro deckt bereits ein Budget-Tarif wie die Concordia ZAHN SORGLOS 100 mit 275 Euro Jahresbudget die Kosten vollständig ab. Die Flatrate-Tarife sind aber nicht automatisch teurer: Die janitos JA dental 100plus kostet 27,52 Euro im Monat, die Concordia liegt bei 32,67 Euro. Entscheidend ist das Gesamtpaket, denn die PZR-Erstattung ist nur ein Baustein neben Zahnersatz, Zahnbehandlung und Prophylaxe.

Quellen: Verbraucherzentrale

5. Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung nur für PZR?

Viele Versicherte fragen sich, ob eine Zahnzusatzversicherung nur für die Zahnreinigung sinnvoll ist. Die ehrliche Antwort: Rein rechnerisch deckt die PZR-Erstattung allein den Versicherungsbeitrag in den meisten Fällen nicht.

Was die Zahnzusatzversicherung insgesamt leistet und welche Leistungsbereiche neben der PZR wichtig sind, erklärt unser Ratgeber Was zahlt die Zahnzusatzversicherung? Leistungen, Erstattung & Abrechnung .

Rechenbeispiel: PZR-Kosten gegen Beitrag

Wer zweimal pro Jahr zur PZR geht und je 100 Euro zahlt, hat Jahreskosten von 200 Euro. Die janitos JA dental 90plus kostet 20,50 Euro im Monat, also 246 Euro pro Jahr. Selbst wenn die Versicherung beide PZR-Sitzungen vollständig erstattet, übersteigt der Jahresbeitrag die PZR-Kosten um 46 Euro. Bei der Concordia ZAHN SORGLOS 100 (32,67 Euro im Monat, 392 Euro im Jahr) ist die Differenz noch deutlicher.

Etwas anders sieht es bei den Flatrate-Tarifen aus. Die janitos JA dental 100plus kostet 27,52 Euro im Monat, also rund 330 Euro im Jahr. Wer dreimal pro Jahr eine PZR für je 120 Euro in Anspruch nimmt, erhält 360 Euro zurück. In diesem Szenario übersteigt die Erstattung den Beitrag knapp.

Im Gesamtpaket rechnet sich die Versicherung

Die PZR ist ein Bonus, nicht der Hauptgrund für eine Zahnzusatzversicherung. Der eigentliche Wert liegt im Schutz vor hohen Zahnersatzkosten. Eine einzelne Krone kann 500 bis 1.000 Euro kosten, ein Implantat mehrere Tausend Euro. Tarife wie die UKV ZahnPRIVAT 100 oder die janitos JA dental 100plus erstatten Zahnersatz zu 100 Prozent. Die PZR-Erstattung kommt als zusätzlicher Vorteil obendrauf. Wer seinen Fokus nur auf die PZR legt, verschenkt den größten Nutzen der Versicherung.

Quellen: Verbraucherzentrale

6. Worauf beim Abschluss achten?

Bei der Wahl einer Zahnzusatzversicherung mit Prophylaxe-Leistung zählen nicht nur die PZR-Erstattung, sondern mehrere Tarifdetails. Die folgenden Punkte helfen, Angebote gezielt zu vergleichen.

  • PZR-Budget prüfen: Reicht das Jahresbudget für zwei Sitzungen? Bei 80 bis 120 Euro pro PZR sollte das Budget mindestens 160 bis 200 Euro betragen. Die Münchener Verein ZahnGesund 75+ bietet 150 Euro pro Jahr (max. 75 Euro pro Behandlung), die janitos JA dental 75plus 120 Euro.
  • Zahnstaffel beachten: Bei manchen Tarifen zählt die PZR zum Gesamtlimit. Wenn im selben Jahr Zahnersatz nötig wird, konkurrieren beide Leistungen um das Budget. Prüfen Sie, ob die PZR ein eigenes Budget hat oder zur Zahnstaffel zählt.
  • Erstattungsprozent vergleichen: 100 Prozent Erstattung klingt gut, ist aber nur bei ausreichendem Budget relevant. Ein Tarif mit 100 Prozent und 120 Euro Budget erstattet maximal 120 Euro, nicht mehr.
  • GOZ-Faktor prüfen: Alle empfohlenen Tarife rechnen bis zum 3,5-fachen GOZ-Satz ab. Das deckt auch höhere Rechnungen ohne Kürzung.
  • Bleaching ist meist ausgeschlossen: Die professionelle Zahnreinigung und ein Bleaching sind unterschiedliche Leistungen. Die meisten Tarife schließen Bleaching aus oder bieten es nur mit separatem Budget an.

Achten Sie beim Vergleich auf das Gesamtpaket: Zahnersatz, Zahnbehandlung und Prophylaxe sollten zusammenpassen. Ein reiner PZR-Tarif ohne Zahnersatzschutz kann im Ernstfall teuer werden.

Quellen: Verbraucherzentrale

7. Fazit: Zahnreinigung klug absichern

Eine professionelle Zahnreinigung kostet zwischen 80 und 150 Euro pro Sitzung. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt davon bestenfalls einen Teil, und das meist nur einmal im Jahr. Wer zweimal jährlich zur PZR geht, bleibt auf 120 bis 300 Euro Eigenanteil sitzen.

Eine Zahnzusatzversicherung schließt diese Lücke. Allerdings rechnet sich ein Tarif allein wegen der PZR-Erstattung selten. Der eigentliche Wert liegt im Gesamtpaket: Zahnersatz zu 100 Prozent, dazu Zahnbehandlung und Prophylaxe. Die PZR-Erstattung wird dann zum willkommenen Zusatz, der die Versicherung noch attraktiver macht.

Prüfen Sie, wie häufig Sie zur PZR gehen und wie hoch Ihre Kosten ausfallen. Vergleichen Sie dann Tarife nicht nur nach dem PZR-Budget, sondern nach dem Gesamtschutz. Wer heute vorsorgt, spart morgen bei der Zahnarztrechnung.

Welche weiteren Spezialleistungen wie Bleaching, Knirscherschienen und Narkose über die ZZV abgedeckt werden können, zeigt unser Ratgeber ZZV-Spezialleistungen: Bleaching, Narkose, Knirscherschiene & mehr .

8. Häufige Fragen

Eine professionelle Zahnreinigung kostet in der Regel zwischen 80 und 120 Euro pro Sitzung. In Großstadtpraxen oder bei starkem Belag kann der Preis auf 150 Euro und mehr steigen.

Der Preis richtet sich nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ), Position 1040. Pro Zahn berechnet der Zahnarzt beim Regelsatz 3,62 Euro, beim Höchstsatz 5,51 Euro. Hinzu kommen Kosten für Material und Fluoridierung. Dauer und Aufwand der Behandlung beeinflussen den Endpreis.

Fragen Sie Ihre Zahnarztpraxis vorab nach einem Kostenvoranschlag, damit Sie die Rechnung realistisch einschätzen können.

Für gesunde Erwachsene empfehlen Zahnärzte ein bis zwei professionelle Zahnreinigungen pro Jahr. Bei erhöhtem Risiko, etwa bei Parodontitis, Implantaten oder Diabetes, kann eine PZR alle drei bis vier Monate sinnvoll sein.

Die richtige Häufigkeit hängt von der individuellen Mundgesundheit ab. Menschen mit wenig Zahnbelag kommen oft mit einer Sitzung pro Jahr aus. Wer zu schneller Zahnsteinbildung neigt, profitiert von zwei oder mehr Sitzungen. Die KZBV empfiehlt, die Häufigkeit mit dem Zahnarzt abzustimmen.

Prüfen Sie bei Ihrer Zahnzusatzversicherung, wie viele PZR-Sitzungen pro Jahr erstattet werden, damit Sie das Budget optimal nutzen.

Die professionelle Zahnreinigung ist keine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Rund 90 Prozent der Kassen bezuschussen die PZR aber freiwillig mit 20 bis 100 Euro pro Sitzung.

Die meisten Kassen begrenzen den Zuschuss auf eine PZR pro Jahr. Einige zahlen nur bei Vertragszahnärzten. Die GKV übernimmt lediglich einmal jährlich eine einfache Zahnsteinentfernung als Regelleistung, die deutlich weniger umfassend ist als eine PZR.

Erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer Krankenkasse nach der genauen Zuschusshöhe und den Voraussetzungen, bevor Sie einen Termin vereinbaren.

Die Zahnsteinentfernung ist eine GKV-Kassenleistung und entfernt nur sichtbare, harte Beläge oberhalb des Zahnfleischrands. Die professionelle Zahnreinigung geht deutlich weiter.

Eine PZR umfasst vier Schritte: Anfärben der Beläge zur Sichtbarmachung, Entfernung mit Ultraschall und Handinstrumenten, Politur der Zahnoberflächen und Fluoridierung zum Schutz des Zahnschmelzes. Die Sitzung dauert 30 bis 60 Minuten. Die Zahnsteinentfernung deckt keinen dieser zusätzlichen Schritte ab.

Wenn Sie Wert auf eine gründliche Reinigung legen, fragen Sie gezielt nach einer PZR und klären Sie vorab, ob Ihre Kasse oder Zahnzusatzversicherung die Kosten übernimmt.

Sie bezahlen die PZR-Rechnung zunächst selbst beim Zahnarzt. Anschließend reichen Sie die GOZ-Rechnung bei Ihrer Zahnzusatzversicherung ein.

Die meisten Versicherer bieten dafür eine App, ein Online-Portal oder den Postweg an. Achten Sie darauf, dass die Rechnung die GOZ-Position 1040 und den Steigerungsfaktor ausführt. Die Erstattung erfolgt in der Regel innerhalb weniger Wochen. Manche Tarife erstatten sofort ab Vertragsbeginn, andere nach einer Wartefrist.

Prüfen Sie vor der Behandlung, ob Ihr Tarif die PZR aus einem eigenen Prophylaxe-Budget erstattet oder ob sie zur Zahnstaffel zählt, damit Sie den Erstattungsbetrag realistisch einschätzen können.

Reine PZR-Tarife ohne weiteren Versicherungsschutz gibt es praktisch nicht. Alle gängigen Zahnzusatzversicherungen kombinieren die PZR-Erstattung mit Leistungen für Zahnersatz und Zahnbehandlung.

Aus finanzieller Sicht ist das auch sinnvoll: Bei zwei PZR-Sitzungen pro Jahr für je 100 Euro fallen 200 Euro an. Selbst günstige Tarife wie die janitos JA dental 75plus kosten 11,99 Euro im Monat, also rund 144 Euro pro Jahr. Die PZR-Erstattung allein würde den Beitrag kaum rechtfertigen. Der eigentliche Wert einer Zahnzusatzversicherung liegt im Schutz vor hohen Zahnersatzkosten.

Vergleichen Sie Tarife nach dem Gesamtpaket statt nur nach der PZR-Leistung, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.

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